
Rund drei Vierteljahre wartete die Familie auf die Bewilligung eines Persönlichen Budgets für die häusliche Krankenpflege. Als die Unterstützung schließlich zugesagt wurde, musste geeignetes Personal gefunden werden.
Doch die Suche erwies sich als schwierig. Die kalkulierten Stundenlöhne im Arbeitgebermodell lagen nach Angaben der Ehefrau deutlich unter den Vergütungen anderer Versorgungsbereiche. Gleichzeitig lebt die Familie in einer abgelegenen ländlichen Region mit schlechter Verkehrsanbindung.
Selbst dort, wo Leistungen finanziert werden, fehlt häufig das Personal, um sie tatsächlich umzusetzen. Die Versorgung scheitert dann nicht am Anspruch, sondern an fehlenden Fachkräften.
Diese Erfahrung zieht sich durch viele Bereiche. Ambulante Pflegedienste können oft nicht unterstützen, weil Personal fehlt. Auch Intensivpflegedienste kämpfen mit Fachkräftemangel. Für Familien entsteht dadurch eine dauerhafte Unsicherheit, ob die notwendige Versorgung morgen noch gewährleistet werden kann.
Die größte Sorge der Ehefrau ist deshalb nicht die Organisation der Pflege. Es ist die Frage, ob ausreichend Menschen da sind, um sie überhaupt leisten zu können.
Das Pflaster




DIE WUNDEN HINTER DER GESCHICHTE
Für die Pflege ihres Mannes gab sie ihren Beruf auf
Als ihr Ehepartner mit 37 Jahren zum Schwerstpflegefall wurde, änderte sich ihr gesamtes Leben. Die Frage war nicht nur, wie die Pflege organisiert werden kann, sondern auch, wovon die Familie künftig leben soll.
Zum Kampagnenbericht24 Stunden Verantwortung. Seit Jahrzehnten.
Als Ärzte von der häuslichen Pflege abrieten, traf die Ehefrau dennoch eine andere Entscheidung. Sie wollte ihren Mann weiterhin an ihrer Seite haben.
Zum KampagnenberichtDann kam das IPReG
Nach Jahren häuslicher Schwerstpflege entstand plötzlich die Sorge, dass die Versorgung zu Hause nicht mehr gesichert sein könnte.
Zum KampagnenberichtBewilligt ist nicht versorgt
Nach monatelanger Wartezeit wurde ein Persönliches Budget bewilligt. Die eigentlichen Probleme begannen erst danach.
Zum KampagnenberichtEntlastung, die nicht erreichbar ist
Auf dem Papier gibt es zahlreiche Entlastungsangebote. Für diese Familie sind viele davon nicht nutzbar.
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