
Der Schwerstpflegefall ihres Ehepartners stellte die Familie vor eine grundlegende Entscheidung. Heimversorgung oder gemeinsames Leben zu Hause. Für die Ehefrau kam nur die zweite Möglichkeit infrage.
Sie wollte nicht nur mit ihrem Mann in einem Haushalt leben. Sie wollte auch selbst bestimmen können, wie seine Versorgung erfolgt. Deshalb übernahm sie gemeinsam mit einer Angehörigen die Pflege über viele Jahre hinweg. Aus einer schwierigen Lebensphase wurde eine jahrzehntelange Verantwortung rund um die Uhr.
Die häusliche Versorgung war für die Familie kein einfacher Weg. Sie bedeutete Verzicht, Organisation und ständige Verantwortung. Dennoch blieb sie aus Sicht der Ehefrau die einzige Versorgungsform, die dem gemeinsamen Leben gerecht wurde.
Als die Pflege schließlich allein nicht mehr zu bewältigen war, musste zusätzliche Unterstützung organisiert werden. Doch selbst bewilligte Leistungen lösten die Probleme nicht automatisch. Personal war schwer zu finden, Entlastungsangebote fehlten und die Sorge um die Zukunft blieb bestehen.
Trotz aller Belastungen hält die Familie bis heute an der häuslichen Versorgung fest. Nicht weil sie der einfachste Weg ist, sondern weil sie für beide der richtige war.
Das Pflaster




DIE WUNDEN HINTER DER GESCHICHTE
Für die Pflege ihres Mannes gab sie ihren Beruf auf
Als ihr Ehepartner mit 37 Jahren zum Schwerstpflegefall wurde, änderte sich ihr gesamtes Leben. Die Frage war nicht nur, wie die Pflege organisiert werden kann, sondern auch, wovon die Familie künftig leben soll.
Zum Kampagnenbericht24 Stunden Verantwortung. Seit Jahrzehnten.
Als Ärzte von der häuslichen Pflege abrieten, traf die Ehefrau dennoch eine andere Entscheidung. Sie wollte ihren Mann weiterhin an ihrer Seite haben.
Zum KampagnenberichtDann kam das IPReG
Nach Jahren häuslicher Schwerstpflege entstand plötzlich die Sorge, dass die Versorgung zu Hause nicht mehr gesichert sein könnte.
Zum KampagnenberichtBewilligt ist nicht versorgt
Nach monatelanger Wartezeit wurde ein Persönliches Budget bewilligt. Die eigentlichen Probleme begannen erst danach.
Zum KampagnenberichtEntlastung, die nicht erreichbar ist
Auf dem Papier gibt es zahlreiche Entlastungsangebote. Für diese Familie sind viele davon nicht nutzbar.
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