
Nach der schweren Hirnblutung hofften die Angehörigen auf einen Platz in einer geeigneten Rehabilitations- oder Pflegeeinrichtung. Statt einer Lösung begann jedoch eine monatelange Suche. Immer wieder wurden Einrichtungen kontaktiert, Unterlagen verschickt und Gespräche geführt.
Die Antworten ähnelten sich. Es fehlten Kapazitäten. Bestimmte Kriterien wurden nicht erfüllt. Manche Häuser nahmen nur bestimmte Patientengruppen auf. Am Ende standen mehr als 18 kontaktierte Phase-F-Einrichtungen und dennoch kein Platz.
Mit jeder Absage wuchs die Sorge, wertvolle Zeit zu verlieren. Gleichzeitig wurde die Familie immer wieder auf andere Einrichtungen verwiesen, teilweise hunderte Kilometer entfernt. Für die Angehörigen war das schwer nachvollziehbar. Sie waren überzeugt, dass vertraute Stimmen, Nähe und regelmäßige Besuche gerade bei schweren Hirnschädigungen eine wichtige Rolle spielen.
Der Widerspruch war offensichtlich: Der Bedarf war vorhanden, die spezialisierten Strukturen jedoch kaum erreichbar. Während die Familie nach einer Perspektive suchte, vergingen Wochen und Monate.
Am Ende holten die Angehörigen ihre Mutter nach Hause. Nicht weil der Weg einfach gewesen wäre, sondern weil sie keine andere tragfähige Lösung mehr sahen. Die Suche nach einem Platz war längst selbst zu einem Kampf geworden.
Das Pflaster



DIE WUNDEN HINTER DER GESCHICHTE
Über das Leben ihrer Mutter wurde gesprochen – mit der Familie zu wenig
Während Ärzte und Einrichtungen die Situation ihrer Mutter beurteilten, stand ihre Familie jeden Tag an ihrem Bett und beobachtete Dinge, die in vielen Gesprächen kaum Gewicht zu haben schienen.
Zum KampagnenberichtWir sahen Entwicklungen. Andere sahen Grenzen.
Monatelang beobachtete die Familie kleine Veränderungen bei ihrer Mutter. Oft hatte sie das Gefühl, gegen feste Einschätzungen anreden zu müssen.
Zum Kampagnenbericht18 Absagen und kein Platz
Während ihre Mutter auf Unterstützung angewiesen war, begann für die Familie eine Suche, die sie durch mehr als 18 Einrichtungen führte.
Zum KampagnenberichtVerlorene Zeit kann niemand zurückgeben
Während die Familie um jede Chance für ihre Mutter kämpfte, fanden wichtige Therapien über lange Zeiträume nicht statt.
Zum KampagnenberichtNicht nur gegen die Hirnblutung, sondern gegen das System
Mit der Hirnblutung ihrer Mutter begann für die Familie eine Reise durch Kliniken, Einschätzungen, Ablehnungen und Versorgungslücken.
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