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Ein Pflaster reicht nicht – da sind wir uns einig, Herr Linnemann

 

„Da reicht es nicht, hier und da ein Pflaster auf das System draufzukleben. Das wird nicht funktionieren.“ Mit diesen Worten beschrieb Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann die Lage der Pflege. Unser Kampagnenname bringt dieselbe Einsicht auf den Punkt: Ein Pflaster reicht nicht.

Staat muss zahlen – pflegende Angehörige

Im ARD-„Bericht aus Berlin“ sprach Linnemann auch die rund fünf Milliarden Euro an, die während der Corona-Pandemie aus der Pflegeversicherung für Soforthilfen verwendet wurden. Eine Rückzahlung würde den Pflegekassen jetzt spürbar Luft verschaffen. Sie wäre richtig und wichtig.

 

System am Limit – pflegende Angehörige

Doch zurückgezahltes Geld ist ebenso wenig eine dauerhafte Lösung wie ein weiteres Darlehen. Beides kann Zeit gewinnen; beides kann auch verdecken, wie dringend das System neu durchdacht werden muss. Pflege und gesetzliche Krankenversicherung brauchen tragfähige Strukturreformen.

Daran werden wir die Politik messen: ob sie die akute Finanzlücke überbrückt und die Versorgung so verändert, dass pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige und Versicherte langfristig darauf bauen können.

Ein Pflaster reicht nicht.

Den genauen Wortlaut veröffentlichte das Bundesgesundheitsministerium im FAZ-Interview vom 10. September.

Über Linnemanns Aussagen zur Pflegereform und zu den ausstehenden Corona-Mitteln berichtete die tagesschau zum ARD-„Bericht aus Berlin“ vom 27. September.